Die Geschichte

In Pottenstetten dürfte es bereits vor der eigentlichen Vereinsgründung Männer und Burschen gegeben haben, die zur damaligen Zeit bereits die dörflichen und heimatlichen Bräuche in Ehren hielten. So wurde bereits seit dem Jahr 1921 eine Burschenkirwa abgehalten und am Aschermittwoch der Brauch des „Oarschboussn“ gepflegt. Auch traten damals die Burschen und Männer mit öffentlichen Theateraufführungen an die Öffentlichkeit heran. Die Aktivitäten dieses Burschenvereins beruhten jedoch bis zum Jahr 1930 auf keiner offiziellen Basis und diese Burschen traten nach außen hin offiziell nicht als Burschenverein auf.

Das harte Leben zur damaligen Zeit und der Kampf um die Existens des katholischen Glaubens und der christlichen Sitte zwang sie zum Zusammenschluss. Die Devise war, dass nur die Geschlossenheit des Landvolks die Existenz der bäuerlichen und ländlichen Berufe retten könne, da es auch damals scho viele vom Land in die Stadt zog.

Am 23. Februar 1930 um 15.30 Uhr trafen sich in der Gastwirtschaft Egid Hofmann an die 30 Männer und Burschen aus der Filialgemeinde Pottenstetten und den umliegenden Umlandgemeinden zur Gründungsversammlung.

Der Burglengenfelder Kooperator Rösch erläuterte den Männern und Burschen die Statuten und Satzungen der Burschenvereine und forderte sie auf in besonderer Weiße auch kirchliche Aufgaben wahrzunehmen. Er bat die Burschen sich mehr als bisher in der Kirche zu engagieren. Der Verein schloss sich damit dem Verband der katholischen Burschenvereine an.

Josef Höfler wurde zum Vorstand, Josef Hofmann aus Pottenstetten zum Kassier und Michael Ried aus Pottenstetten zum Schriftführer gewählt.

Mit dem Wahlspruch „Einig und Treu“

(Einig in der Familie, im Staat und mit der Kirche – und Treu dem eigenen Herzen, der Heimat und dem Hergott)

wurde um 17.30 Uhr die Gründungsversammlung geschlossen.

Der neu gegründete Burschenverein Pottenstetten setzte sich im Jahr 1930 aus 26 Gründungsmitgliedern und 22 passiven Mitgliedern zusammen.